Unser Körper funktioniert wie ein komplexes Uhrwerk, in dem viele Zahnräder ineinandergreifen müssen. Damit Du Deinen Alltag schmerzfrei meistern kannst, haben sich zwei wesentliche Ansätze etabliert: Osteopathie und Physiotherapie. Doch worin liegt eigentlich der genaue Unterschied zwischen Physiotherapie und Osteopathie? Wir erklären Dir, wie sich beide Methoden ergänzen und welche Form für Dich die richtige ist. Dieser Einblick hilft Dir auch bei der Entscheidung, ob nach Deiner Physiotherapie-Ausbildung in Stuttgart eine Weiterbildung in der Osteopathie der nächste logische Karriereschritt für Dich ist.
Was ist Osteopathie? Mensch als Ganzes!
Lange Zeit galt Osteopathie als unseriös, erst seit 2012 übernehmen deutsche Krankenkassen die wirkungsvolle Behandlung. Die Therapeuten und Therapeutinnen werden dabei als Osteopath oder Osteopathin bezeichnet. Diese betrachten den Menschen als Ganzes. Denn bei einem gesunden Menschen sind Körper, Seele und Geist im Einklang. Ist dies nicht der Fall, führen Blockaden zu körperlichen Schmerzen.
Ablauf der Behandlung in der Osteopathie-Praxis
Ein Osteopath oder eine Osteopathin löst die Blockaden und bringt den Menschen dadurch zurück ins Gleichgewicht. Auf diese Weise sollen die Schmerzen gelindert oder gänzlich verschwinden. Die Behandlung erfolgt durch die Einwirkung der Hände des Therapeuten oder der Therapeutin auf den Körper. Diese sollen die Selbstheilungskräfte aktivieren, sodass sich die Patienten und Patientinnen regenerieren können.
Klassische Krankengymnastik: So funktioniert die Physiotherapie
In der Krankengymnastik hilft der Physiotherapeut oder die Physiotherapeutin den Patienten und Patientinnen durch die Stärkung und Mobilisierung der Muskeln, Sehnen und Bänder. Durch aktive Übungen werden diese mobilisiert, um die Beweglichkeit zu steigern. Dadurch können Schmerzen gelindert werden. Der Körper wird gekräftigt und die Leiden werden bewältigt. Alternativ kann auch eine Rehabilitation nach einer Operation oder Verletzung erfolgen, die den Körper wieder auf den Alltag vorbereitet oder sich vorbeugend auf Folgeerkrankungen auswirkt. Erfahre hier mehr über den Unterschied zwischen Krankengymnastik und Physiotherapie.
Wer darf Osteopathie anbieten?
Physiotherapeuten oder Physiotherapeutinnen erhalten die Zulassung für die Krankengymnastik automatisch während ihrer Ausbildung. Der Weg zur Zulassung für die Osteopathie sieht etwas anders aus und ist deutlich aufwändiger. Zunächst wird eine erfolgreich absolvierte Ausbildung oder ein Studium in der Physiotherapie oder in Medizin benötigt. Das medizinische Fachpersonal hat dann die Möglichkeit mehrjährige Zusatzausbildungen zu absolvieren und sich in Osteopathie schulen zu lassen. Der Weg zur Kassenzulassung ist also deutlich länger, lohnt sich aber, wenn man die Therapieform anbieten möchte.
Kostenübernahme: Osteopathie vs. Physiotherapie im Vergleich
Obwohl sowohl für eine Physiotherapie als auch für eine Osteopathie ein Rezept vom Arzt benötigt wird, gibt es einiges zu beachten. Bei der Krankengymnastik müssen sowohl gesetzliche als auch private Kassen die Kosten übernehmen. Bei der Osteopathie ist dies aber nicht immer der Fall. Das bedeutet, dass die Kostenübernahmen sich von Kasse zu Kasse unterscheiden können. Darum sollte man vorher auch abklären, ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Manchmal werden auch bloß Teilkosten getragen. Ist die vollständige Selbstzahlung gefordert, müssen Patienten und Patientinnen mit Kosten von EUR 80,- bis EUR 120,- pro Stunde rechnen.
